Erstellt vor 6 Jahren

Zuletzt geändert vor 14 Monaten

#958 reopened Verbesserung/Featurewunsch

Rabattierung

Erstellt von: hli@… Verantwortlicher: p.reetz@…
Priorität: hoch Meilenstein:
Komponente: kivitendo ERP Version: 2.6.0 beta
Schweregrad: Verbesserung Stichworte: Verkauf
Beobachter: s.schoeling@…, info@…

Beschreibung

Es sollte einstellbar sein, wie Rabatte berechnet werden.

Es gibt noch Kaufleute, die richtige Rabattrechnung können und wollen.

Rabatte sind wie MwSt? zu handeln.
VK-Preis + möglicher Rabatt = End-VK

Also nicht Preis-(Preis/100*Rabatt) sondern Preis/(100+Rabatt)*100

120,00 Euro - 20% = 96,00 Euro
120,00 Euro / 1.20 = 100,00 Euro

Nur so kann Rabatt kalkulatorisch richtig berücksichtigt werden.

Änderungshistorie (11)

comment:1 Geändert vor 6 Jahren durch info@…

  • Beobachter info@… hinzugefügt

Stimmt leider nicht.
Rechnen wir mal:

Ich habe einen EK von EUR 100 und will 10 % verdienen. Da rechnet Holger Lindemann:

100 + 20 % = 110

Gut. Nun gebe ich jemandem 20 % Rabatt.

110 ./. 20 % = 96

Und damit gebe ich die Ware unter EK ab.

Rabatte, Skonti usw. berechnen sich IMMER vom VK, ergo sollte man auch den Ertrag vom VK berechnen, ansonsten hat man schlicht ein Problem.

Letzten Endes ist nur interessant, was bleibt mir vom Verkaufspreis übrig, denn nur dann kann ich sicher sein, daß ich nach Abzug von Rabatten noch immer etwas übrig habe.

Die Kaufleute, die ich kenne, rechnen immer so (auf Hundert, nicht von Hundert).

Rabatt ist ein Preisbestandteil (Definiert als Abzug eines gewissen Prozent vom Betrag) vom Verkaufspreis und sollte dann auch vom Verkaufspreis abgezogen werden, nur das ist kalkulatorisch richtig.

VK-Preis + möglicher Rabatt = End-VK

Das ist ein Tippfehler?

Ich kenne aber keinen Kaufmann, der sagt, Hey ich gebe Dir 20 % Rabatt und dann VK/1,2 rechnet, das macht LX Office nämlich auch nicht.

comment:2 Geändert vor 6 Jahren durch hli@…

Ich habe einen EK von EUR 100 und will 10 % verdienen. Da rechnet Holger
Lindemann:
100 + 20 % = 110

Nee, so falsch rechne ich nicht. Das schaffe ich noch so.

Du bezahlst 100 und willst auf jeden Fall 10% verdienen. Das sind dann 110,00 Euro

Du möchtest aber trotzdem 20% Rabatt gewähren, also mußt Du die auch kalkulieren.
Also 110 + 20% = 132,00 Euro

Gut. Nun gebe ich jemandem 20 % Rabatt.
110 ./. 20 % = 96

Nee, eben nicht!!

Wie bei der MwSt? ist der VK ja 100% + 20% also:

132 / 1.20 = 110,00

Und damit mein gewünschter VK

VK-Preis + möglicher Rabatt = End-VK

Das ist ein Tippfehler?

Nein, mein mindestens gewünschter VK + möglicher Rabatt.

VK/1,2 rechnet, das macht LX Office nämlich auch nicht.

Das ist ja das Problem. Deswegen geht das in die Hose und viele Betriebe Pleite weil sie das nicht blicken.

comment:3 Geändert vor 6 Jahren durch info@…

(In reply to comment #2)

Ich habe einen EK von EUR 100 und will 10 % verdienen. Da rechnet Holger
Lindemann:
100 + 20 % = 110

Nee, so falsch rechne ich nicht. Das schaffe ich noch so.

Das war ein Tippfehler von mir.

Du bezahlst 100 und willst auf jeden Fall 10% verdienen. Das sind dann 110,00
Euro

Du möchtest aber trotzdem 20% Rabatt gewähren, also mußt Du die auch
kalkulieren.
Also 110 + 20% = 132,00 Euro

Gut. Nun gebe ich jemandem 20 % Rabatt.
110 ./. 20 % = 96

Nee, eben nicht!!

Doch, genau so. siehe unten.

Wie bei der MwSt? ist der VK ja 100% + 20% also:

132 / 1.20 = 110,00

Und damit mein gewünschter VK

VK-Preis + möglicher Rabatt = End-VK

Das ist ein Tippfehler?

Nein, mein mindestens gewünschter VK + möglicher Rabatt.

VK/1,2 rechnet, das macht LX Office nämlich auch nicht.

Das ist ja das Problem. Deswegen geht das in die Hose und viele Betriebe Pleite
weil sie das nicht blicken.

Das wiederum ist ein Problem, wenn ich nicht weiß, wie ich Preise richtig kalkuliere. Und es hat auch damit zu tun, daß nicht jeder, der kaufmännisch handelt, eine kaufmännische Ausbildung hat.

Im übrigen soll die Mehrwertsteuer den Mehrwert zwischen Einstandskosten und
Verkaufspreis besteuern und dementsprechend fällt sie nur für die Handelsmarge
an (am Ende des Tages in der USTVA)

Vielleicht liegt es auch einfach daran, daß ich es in meiner Ausbildung so
gelernt habe; Rabatte werden in Relation zum Verkaufspreis gerechnet, so
erwartet es auch der Kunde; und nicht in Relation zum Einkaufspreis, das ist
nämlich nicht vermittelbar. Wenn ich bei Mediamarkt 10 % Rabatt auf das neue
TFT Display bekomme, will ich die ja auch vom VK haben, und nicht von deren EK.

Eventuell streiten wir ja auch über Begrifflichkeiten.

Rabatt ist definiert als Abschlag vom Verkaufspreis.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rabatt

aber selbst die Handelsspanne bemisst sich vom Verkaufspreis...
http://de.wikipedia.org/wiki/Handelsspanne

Im obigen Beispiel von den 132 Euro will der Kunde 20 % Rabatt, in seinen Augen sind das 26,40 EUR. Wie soll ich bitte verargumentieren, daß 20 % nur 20 EUR sind? Das versteht niemand. Und dann MUSS ich die 26,40 geben und liege dann bei EUR 105,60, und damit 4,40 EUR unter meinem Zielpreis.

PS: Skonto bemisst sich ebenfalls auf den Verkaufspreis, da hätte Holger Lindemann mit seiner Kalkulation auch ein Problem.

comment:4 Geändert vor 6 Jahren durch hli@…

Im obigen Beispiel von den 132 Euro will der Kunde 20 % Rabatt, in seinen Augen
sind das 26,40 EUR. Wie soll ich bitte verargumentieren, daß 20 % nur 20 EUR
sind? Das versteht niemand. Und dann MUSS ich die 26,40 geben und liege dann
bei EUR 105,60, und damit 4,40 EUR unter meinem Zielpreis.

Wenn ich das meinem Kunden so nicht begreiflich machen kann (das ist halt der Unterschied zwischen einem Kaufmann und einem Privatmann - obwohl das mit der MwSt? hat er sicher auch schon mal gehört), dann muß ich hat einen höheren Betrag aufschlagen! In dem Beispiel also 25%.

110 + 25% = 137,50 - 20% = 110

Das ist aber nicht praktikabel. Was ist wenn ich auf die eine Ware 25% und auf eine andere 30% geben will? Dann muß ich die Aufschlagsprozente jedes mal anders ermitteln.

Bei 25% Rabatt sind das dann ca. 33.5%

Rabatt ist definiert als Abschlag vom Verkaufspreis.

Richtig! Nur muß ich mir im klaren sein, das 20% von der Endsumme anders ist als 20% von der Ausgangssumme. Und daher rechnen "richtige" Kaufleute durch 1.20

Mit Skonto verhält sich das ähnlich. Will oder muß ich Skonto gewähren, dann muß ich das mit einberechnen. Dann allerdings nicht nach der Rabattregel.

Aber da das nicht alle so begreifen, hatte ich ja auch vorgeschlagen, dass das Einstellbar ist. Dann sind meine Kunden zufrieden - und alle anderen machen das anders und wundern sich warum sie nichts verdienen.

comment:5 Geändert vor 5 Jahren durch s.schoeling@…

  • Lösung auf wontfix gesetzt
  • Status von new nach closed, s.schoeling@linet-services.de geändert

Sooo, ich habe das mit Philip mir nochmal angeschaut, und wir werden die derzeitige Behandlung von Rabatten beibehalten.

die Invariante bleibt: VK * (1 - Rabatt%/100) = End-VK, so wie man es im Geschäft erwarten würde.

Holger, wenn Du Quellen hast, die diese Art der Rabattberechnung unterstützen, bitte her damit.

comment:6 Geändert vor 5 Jahren durch info@…

Fast hätte ich darauf geantwortet, bis ich gemerkt habe, es war ja der andere Holger (nämlich L.) gemeint und nicht ich (Holger S.)

So kanns kommen ...
Gruß
Holger S.

PS: Danke, daß es so bleibt; letzten Endes wäre es schade, wenn M. Bunkus das bei jedem Release wieder für uns anpassen muss, ist doch dieses Feature auf meinem Mist gewachsen ;-)

comment:7 Geändert vor 5 Jahren durch s.schoeling@…

was lernen wir daraus? nicht mit der abkürzung hs angemeldet sein. :)

comment:8 Geändert vor 5 Jahren durch hli@…

  • Lösung wontfix gelöscht
  • Status von closed nach reopened geändert

Ich wurde in den letzten Jahren schon mehrfach auf die (nicht korrekte kaufmänische) Rabattierung angesprochen.

Noch einmal:

mindest VK-Preis = 100,00
+
max. 20% Rabatt = 120,00

Wenn ich jetzt aber 20% von 120,00 abziehe, unterlaufe ich meinen mindest VK!

Also warum nicht Konfigurierbar machen? Wie EUR oder Bilanz. Das kann doch nur wenige Stellen betreffen. Dann können die Kaufleute richtig rechnen und die anderen müssen halt sehen wie sie zurecht kommen.

comment:9 Geändert vor 5 Jahren durch s.schoeling@…

(In reply to comment #8)

Ich wurde in den letzten Jahren schon mehrfach auf die (nicht korrekte
kaufmänische) Rabattierung angesprochen.

Wenn die Rabattierung nicht korrekt ist, bitte Quellen angeben wo wir uns einlesen können. Ohne nützt uns das garnichts, und bleibt so.

Also warum nicht Konfigurierbar machen? Wie EUR oder Bilanz. Das kann doch nur
wenige Stellen betreffen. Dann können die Kaufleute richtig rechnen und die
anderen müssen halt sehen wie sie zurecht kommen.

Das betrifft nicht wenige Stellen, und (viel schlimmer), wäre eine komplett andere Behandlung von Rabatten. Tut mir leid Holger, aber das wird so nicht implementiert, solange Du nicht zeigen kannst, dass die Art die derzeit implementiert ist wirklich falsch ist.

comment:10 Geändert vor 2 Jahren durch m.bunkus@…

  • Typ von defect nach Fehler geändert

comment:11 Geändert vor 14 Monaten durch grichardson@…

  • Typ von Fehler nach Verbesserung/Featurewunsch geändert
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