Erstellt vor 6 Jahren

Zuletzt geändert vor 2 Jahren

#956 reopened Fehler

BWA

Erstellt von: hli@… Verantwortlicher: p.reetz@…
Priorität: hoch Meilenstein:
Komponente: kivitendo ERP Version: 2.6.0 beta
Schweregrad: schwerwiegend Stichworte: Bericht
Beobachter: hp.walther@…, gp@…

Beschreibung

Die Position "Best.Verdg. FE/UE" wird auf "Gesamtleistung" addiert. Das ist aber falsch, der Betrag ist in "Erlöse" bereits enthalten.

Der Betrag muß von den Erlösen abgezogen werden! Das "Vorläufiges Ergebnis" fällt damit immer zu niedrig aus. Damit kann man bei einer Bank also kein Preis gewinnen.

Anhänge (4)

Vergleich.xcf (2.1 KB) - hinzugefügt von gp@… vor 6 Jahren.
Vergleich
Handbuch_BWA-Lesen.pdf (342.1 KB) - hinzugefügt von hli@… vor 6 Jahren.
BWA lesen und verstehen
svn_diff (829 Byte) - hinzugefügt von gp@… vor 6 Jahren.
Änderung in Rev. 4083 zurück
bestand.patch (801 Byte) - hinzugefügt von info@… vor 5 Jahren.
Patch zum Ausschalten fehelrhaften Verhaltens (Workaorund hack)

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Änderungshistorie (18)

comment:1 Geändert vor 6 Jahren durch p.reetz@…

  • Lösung auf fixed gesetzt
  • Status von new nach closed geändert

in Revision 4083 vom unstable behoben.

comment:2 Geändert vor 6 Jahren durch gp@…

  • Beobachter gp@… hinzugefügt

Die Position "Best.Verdg. FE/UE" wird auf "Gesamtleistung" addiert. Das ist

aber falsch, der Betrag ist in "Erlöse" bereits enthalten.

Das halte ich wiederum für falsch. "Erlöse" sind Umsatzerlöse -> geschriebene (Ausgangs-) Rechnungen. Die Veränderung des Warenbestands hinzugerechnet, ergibt die "Gesamtleistung", den Materialaufwand (Wareneinkauf) von der Gesamtleistung abgezogen den Rohertrag. -> § 275 II HGB
http://dejure.org/gesetze/HGB/275.html

Der Betrag muß von den Erlösen abgezogen werden!

Das "Vorläufiges Ergebnis" fällt damit immer zu niedrig aus. Damit kann man
bei einer Bank also kein Preis gewinnen.

Das "vorläufige Ergebnis" ist im HGB, glaub ich, nicht definiert. Man kann es vielleicht Als Ergebnis vor Abschreibung und Steuern verstehen. Dann ist es:

Rohertrag
./.Personalkosten -
./ Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Bank ist, glaub ich, aufgeschlossener, wenn der große Zuwachs des Warenbestands den Verkaufserlösen hinzugerechnet wird und so eine beachtliche Gesamtleistung ergibt.
:-)

comment:3 Geändert vor 6 Jahren durch hli@…

Bei der Herstellung von Erzeugnisse fallen in der Produktion Kosten an (Löhne, Materialien, etc.). Diese Aufwendungen werden durch eine Bestandserhöhung (Ertrag) ausgeglichen, denn wenn man diese Erzeugnisse gekauft hätte, wäre auch kein buchhalterischer Aufwand entstanden, sondern eine Umschichtung in der Bilanz (Erzeugnisse an Bank bzw. Erzeugnisse an Lieferverbindlichkeiten).
Man hat nun also den Wert, den die Löhne, Materialien, etc. ausmachen, gewinnerhöhend als Erzeugnisse in der Bilanz aktiviert (Erzeugnisse an Bestandserhöhung). Wenn diese Erzeugnisse dann verkauft werden, werden diese gewinnmindernd als Bestandsverminderung (Aufwand) wieder ausgebucht (dies entspricht dann dem Wareneinsatz bei Handeslbetrieben).

Das bedeutet in den Erlösen stehen die Zahlen schon einmal drin und mössen somit abgezogen werden. Daher müssen Bestandsveränderungen gesondert ausgeworfen werden.

Dieser Fehler wurde durch ein Steuerbüro entdeckt. Ich warte noch auf einen Rückruf durch den Steuerberater.

Nach dem Bugfix stimmen die Zahlen der dazugehörigen Firma.

comment:4 Geändert vor 6 Jahren durch gp@…

Wenn man Ware kauft, ist das kein Ertrag, sondern Aufwand, also: Wareneinkauf (Aufwand) gegen Kasse ( | Bank | Vbl.) Gleichzeitig erhöht sich der Warenbestand, also: Warenbestand (Soll = plus) gegen Erhöhung des Warenbestands (Ertrag). Wenn man Ware verkauft, ist das ein Ertrag, also Kasse gegen Umsatz (Ertrag). Gleichzeitig vermindert sich der Warenbestand, also Veränderung des Warenbestands gegen Warenbestand (Haben = weniger). Im Massengeschäft wird die Veränderung des Warenbestands natürlich nur einmal am Jahresende (nach der Inventur) gebucht.

Wenn man produziert hat man laufend Personal- und Material_aufwand_ gebucht, Manchmal verkauft man auch was (Kasse / Umsatz wie oben). Stellt man am Jahresende (nach der Inventur) fest, daß der Bestand der fertigen (oder halbfertigen) Erzeugnisse gestiegen ist, besteht die Gesamtleistung eben in den (Umsatz-)Erlösen *plus* dem Zuwachs des Warenbestands. Die Buchung Bestand / Bestandsänderung *ist* die Aktivierung der Arbeitsleistung.

Ansonsten ist mit der "Aktivierung von Eigenleistungen", glaub ich, etwas anderes gemeint. Wenn man ein Investitionsgut, z. B. eine Lagerhalle, selbst errichtet, dann bucht man Anlagevermögen gegen "andere aktivierte Eigenleistungen". Das ist ein außerdem genialer Bilanztrick, um tatsächlichen (finanziellen) Aufwand in Ertrag umzudeklarieren und provoziert garantiert genaues Hinschauen oder kritische Nachfragen.

So funktioniert das IMHO bilanziell, in meinen Augen ganz logisch. Wie Überschußrechner das sehen, weiß ich nicht so genau.

Geändert vor 6 Jahren durch gp@…

Vergleich

comment:5 Geändert vor 6 Jahren durch gp@…

Ich mit svn die Änderung in Rev. 4083 lokal wieder rückgängig gemacht. Jetzt stimmet meine BWA wieder. Verlgeichen Sie selbst (Attachment)!

Geändert vor 6 Jahren durch hli@…

BWA lesen und verstehen

comment:6 Geändert vor 6 Jahren durch hli@…

Nach Aussage eines gr. Kunden (7-stellig) und seines Steuerberaters ist mit der Änderung die BWA in Ordnung, da die Zahlen in den Erlösen bereits enthalten sind.

Seite 5 vom eben gesendeten Dokument dürfte Dich interessieren.

Geändert vor 6 Jahren durch gp@…

Änderung in Rev. 4083 zurück

comment:7 Geändert vor 6 Jahren durch gp@…

(In reply to comment #7)

Nach Aussage eines gr. Kunden (7-stellig) und seines Steuerberaters ist mit der
Änderung die BWA in Ordnung, da die Zahlen in den Erlösen bereits enthalten
sind.

Seite 5 vom eben gesendeten Dokument dürfte Dich interessieren.

Mich würde interessieren, wie gr. KUnde die Umsätze, den Warenbestand und den Einkauf bucht, denn mir ist schleierhaft, wie ein Zuwachs des Warenbestands in den Umsätzen bereits enthalten sein soll. Nach meiner Vorstellung sind aufgehäufte Waren gerade +noch nicht" umgesetzt. Wenn sie umgesetzt (verkauf) werden, verschwinden sie aus dem Warenbestand und der sinkt. Falls allerdings der gr. Kunde erhaltene Anzahlungen als Umsatz verbuchen sollte, oh, dann möchte ich von dem seinen Steuerberater nicht beraten werden.

Der beigefügte Patch macht die Umstellung aus Revision 4083 punktuell rückgängig. Ich lade ihn hoch für den Fall, daß noch jemand einen Zuwachs des Warenbestands seinen Umsatzerlösen hinzurechnen und nicht davon abziehen möchte.

comment:8 Geändert vor 6 Jahren durch p.reetz@…

  • Lösung fixed gelöscht
  • Status von closed nach reopened geändert

Hallo,

ich habe jetzt ein wenig den Durchblick verloren ;)

Kann mir jemand kurz sagen, auf welche Berechnung ihr euch geeinigt habt, und wie Lx-Office jetzt rechnet, damit man den Bug dann vielleicht auch schließen kann.

Danke.

Ciao,
Philip

comment:9 Geändert vor 6 Jahren durch gp@…

(In reply to comment #10)

Kann mir jemand kurz sagen, auf welche Berechnung ihr euch geeinigt habt, und
wie Lx-Office jetzt rechnet, damit man den Bug dann vielleicht auch schließen
kann.

Wir haben uns nicht geeinigt. Ein großer Kunde und sein Steuerberater halten es so für richtig, wie es jetzt im svn steht, ich (nur ganz ganz kleiner Kunte) habe lokal zurückgestellt, wie es vor Revision 4083 war.

comment:10 Geändert vor 6 Jahren durch hp.walther@…

  • Beobachter hp.walther@… hinzugefügt

(In reply to comment #11)

(In reply to comment #10)

Kann mir jemand kurz sagen, auf welche Berechnung ihr euch geeinigt habt, und
wie Lx-Office jetzt rechnet, damit man den Bug dann vielleicht auch schließen
kann.

Wir haben uns nicht geeinigt. Ein großer Kunde und sein Steuerberater halten es
so für richtig, wie es jetzt im svn steht, ich (nur ganz ganz kleiner Kunte)
habe lokal zurückgestellt, wie es vor Revision 4083 war.

Irgendwie verstehe ich oder jemand anders hier was nicht.
Was hat ein Bestandskonto (Waren) in der GUV (Erlöse) zu suchen? ABSOLUT NICHTS!
Bestandskonten -> Bilanz
Aufwands- und Ertragskonten -> GUV

Die BWA müßte die Bestände/Bestandsveränderungen? IMMER getrennt ausweisen, NIEMALS in den Erlösen. Andernfalls ist das nicht mehr nachvollziehbar.
mfg
Walther

comment:11 Geändert vor 6 Jahren durch gp@…

Was hat ein Bestandskonto (Waren) in der GUV (Erlöse) zu suchen? ABSOLUT

NICHTS!

In Frage steht doch garnicht, welche Konten einbezogen, sondern ob plus oder minus gerechnet wird.

Geändert vor 5 Jahren durch info@…

Patch zum Ausschalten fehelrhaften Verhaltens (Workaorund hack)

comment:13 Geändert vor 5 Jahren durch info@…

(In reply to comment #14)

-> http://forum.lx-office.org/index.php?id=7648

Wegen dem Patch übernehme ich meine Darstellung aus dem Forum (Damit es beim nächsten Release nicht untergeht):

So, wie es in 2.6.1 für die option $eur=0 (in lx-erp.conf) gebucht wird, ist es großer Mist.

Beispiel: Ich kaufe eine Ware für 100 € und verkaufe sie dann wieder zum gleichen Preis.

Richtige Buchungen (SKR04)
Kauf:
5400 Wareneingang 100 S
3300 Verb LuL 100 H

Verkauf:
4400 Umsatzerlöse 100 H
1200 Ford. LuL 100 S

Ergebnis:
in GUV 100 € Umsatz, 100 € Wareneinsatz -> Kein Gewinn ok!
in Bilanz kein Warenbestand ok!

LX-Office bucht nun zusätzlich bei Verkauf:
5400 Wareneingang 100 H
1140 Warenbestand 100 S

Ergebnis:
in GUV 100 € Umsatz, kein Wareneinsatz -> 100 € Gewinn falsch!
in Bilanz negativer Warenbestand falsch!

Wenn man tatsächlich die etwas merkwürdige Idee, bei jedem Geschäft Warenbestandsbuchungen vorzunehmen, umsetzen will, muss man dies bei Einkauf [b]undb Verkauf tun und das Gegenkonto muss 5880 (Bestandsveränderung RHB,Waren) sein.

Führt man die Bestandsbuchungen aber nur beim Jahresabschluss im Rahmen der Inventur durch, wie es eigentlich jeder macht, so kann man das ungewünschte und fehlerhafte Verhalten mit dem beiliegenden Patch ausschalten.

comment:14 Geändert vor 2 Jahren durch m.bunkus@…

  • Typ von defect nach Fehler geändert
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