Erstellt vor 3 Jahren
Zuletzt geändert vor 2 Jahren
#1919 reopened Fehler
Spalte "Offen" bei offene Verbindlichkeiten und offene Forderungen teilweise mit zu hohen Werten
| Erstellt von: | andreas.rudin@… | Verantwortlicher: | Niclas |
|---|---|---|---|
| Priorität: | niedrig | Meilenstein: | |
| Komponente: | kivitendo ERP | Version: | 2.7.0 |
| Schweregrad: | normal | Stichworte: | |
| Beobachter: |
Beschreibung
Wenn ich
Finanzbuchhaltung - Berichte - offene Forderungen
oder
Finanzbuchhaltung - Berichte - offene Verbindlichkeiten
wähle,
so erscheint in der letzten Spalte "Offen" zum Teil die Summe aus dem Rechnungsbetrag und dem noch offenen Betrag (d.h. bei noch komplett unbezahlten Rechnungen der doppelte Betrag)
(Über
Verkauf - Berichte - Rechnungen
bzw.
Einkauf - Berichte - Einkaufsrechnungen
ist die Anzeige der offenen Beträge jedoch bei genau den gleichen Rechnungen korrekt)
Siehe je ein Beispiel der genau gleichen Einkaufsrechnungen in beiden Darstellungen.
Das Problem tritt sowohl bei Rechnungen / Einkaufsrechnungen auf, die über das Verkaufs- bzw. Einkaufsmenü erstellt wurden, wie auch bei Buchungen, die über Finanzbuchhaltung - Kreditorenbuchung bzw. Debitorenbuchung erstellt wurden.
=> Bei einer Firma, die nicht mehrwertsteuerpflichtig ist und als einzigen Steuersatz 0% verwendet, tritt der Fehler nicht auf.
Mit Hilfe diverser Testbuchungen habe ich nun herausgefunden, dass der Fehler sich bei Debitorenbuchungen abhängig vom gewählten Sollkonto erzeugen lässt, aber unabhängig vom gewählten Lieferanten, vom gewählten Steuerschlüssel und von der gewählten Währung auftritt.
(siehe Screenshots der offenen Verbindlichkeiten und des dazugehörigen Buchungsjournals)
Der Fehler tritt auf beim Konto 66901 (diverser Werbeaufwand), er tritt nicht auf beim Konto 65003 (Porti, Versandspesen).
Diese beiden Konten unterscheiden sich aber nur in der Auswahl der ausgewählten Aufklappmenüs und in der Position, in der sie bei GUV und BWA angezeigt werden.
(siehe Screenshots)
Ich kann auf Wunsch gerne weitere Testbuchungen machen, falls es demjenigen, der den Fehler zu beheben versucht nicht gelingt, selbst den Fehler zu erzeugen.
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Änderungshistorie (13)
Geändert vor 3 Jahren durch andreas.rudin@…
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comment:1 Geändert vor 2 Jahren durch m.bunkus@…
- Meilenstein auf 3.0.0 gesetzt
comment:2 Geändert vor 2 Jahren durch Niclas
- Status von new nach assigned geändert
- Verantwortlicher von m.bunkus@… nach Niclas geändert
comment:3 Geändert vor 2 Jahren durch Niclas
- Lösung auf ungültig gesetzt
- Status von assigned nach closed geändert
comment:4 Geändert vor 2 Jahren durch andreas.rudin@…
- Lösung ungültig gelöscht
- Status von closed nach reopened geändert
Hallo Niclas
Danke, dass du dich dem Bug angenommen hast. Leider ist es aber doch ein Bug und deshalb habe ich ihn wieder geöffnet:
Das ganze hat überhaupt nichts mit Zwuischensummen zu tun. Ich vermute, du konntest den Bug bei dir einfach nicht nachstellen, da er nur in gewissen Konstellationen auftritt.
Schau dir bitte doch die Screenshots, die ich mitgeschickt habe mal genau an:
In der Datei "offene_Verbindlichkeiten.jpg" siehst du z.B. in der ersten Zeile bei Rechnung 112-12, dass der offene Betrag fast doppelt so hoch ist wie der ausgewiesene Rechnungsbetrag. Von diesem Lieferanten hat es aber im angezeigten Zeitpunkt nur diese eine Rechnung.
Bezahlt wurden bis zum Stichtag, wie du aus "Einkaufsrechnungen_offen.jpg" siehst erst 48.00, das heisst eigentlich sollten noch 559.68 offen sein.
Tatsächlich werden aber bei den offenen Verbindlichkeiten 607.68 plus 559.68 = 1167.36 als offen ausgewiesen.
Beim nächsten Lieferant mit den beiden Rechnungen 14258 und 15270 stimmen die Rechnungsbeträge mit den offenen Beträgen überein, auch bei der Zwischensumme der beiden Rechnungen stimmt es.
Beim dritten Lieferant (Re. WEP2054.. und WEP 2055..) hingegen taucht der Fehler wieder auf:
Dort wird unter den offenen Posten jeweils genau der doppelte Betrag aufgelistet wie die tatsächlichen Rechnungsbeträge sind, entsprechend ist auch die Zwischensumme in der Spalte "offen" doppelt so hoch wie richtig wäre.
Ich hoffe, du verstehst nun, was ich meine.
Bitte nimm dich der Sache doch nochmals an und gib mir Bescheid, wenn du weitere Infos brauchst. Ich kann dir allenfalls auch einen direkten Zugang zu der entsprechenden Buchhaltung einrichten, falls du den Bug bei dir nicht nachstellen kannst.
comment:5 Antwort: ↓ 7 Geändert vor 2 Jahren durch andreas.rudin@…
Ich habe ein weiteres Problem entdeckt, das immer genau dann auftritt, wenn die offenen Beträge bei offene Forderungen falsch aufgelistet werden:
Werden die entsprechenden Rechnungen nach der Buchung nochmals aufgerufen, so wird unterhalb der Rechnung bei den Zahlungseingängen ein negativer Eingang in der Höhe des Nettorechnungsbetrags aufgeführt, obwohl noch gar nichts bezahlt oder verrechnet worden ist.
Aufgrund dieses zweiten Fehlers habe ich nun glaube ich definitiv herausgefunden, wann diese Probleme auftreten:
Es passiert immer, wenn beim Sollkonto, auf das die Rechnung gebucht wird bei den Kontoeinstellungen unter Forderungen das Feld "Zahlungseingang" (AR_paid) aktiviert ist!
Die Frage ist jetzt natürlich, ob es verboten sein sollte, dass Konten, die als Erlöskonten in eine Buchungsgruppe aufgenommen werden gleichzeitig als Buchungskonto für Zahlungseingänge verwendet werden können.
Wir haben hier einige solcher Konten und ich sehe eigentlich nicht ein, warum dies nicht möglich sein sollte:
z.B. Konto "Diverser Werbeaufwand"
Das Konto ist als Erlöskonto in der Buchungsgruppe "Beteiligung Werbekosten" eingetragen.
Das kommt zum Beispiel zum Einsatz, wenn wir einer Firma Werbeaktivitäten von uns für sie verrechnen.
Beim Zahlungseingang kommt das Konto zum Einsatz, wenn eine Firma für eine von uns ausgestellte Rechnung als Gegenleistung Werbung für uns macht und wir vereinbaren, dass sie diese Werbung direkt mit unserer Rechnung verrechnen kann.
Meines Erachtens sollte aber unabhängig davon, ob solche Möglichkeiten zur Verfügung stehen sollen, eine einfache Kreditorenbuchung auf welche Konti auch immer vom Programm nicht gleichzeitig als Zahlungseingang interpretiert werden dürfen, was jetzt in diesen Fällen aber passiert.
Aus diesem Bug schliesse ich, dass das Programm im Moment bei Kreditorenbuchungen alle Buchungen auf Konten, die für Zahlungseingänge zur Verfügung stehen automatisch auch als Zahlungseingänge interpretiert, auch wenn dies von der Buchung aus gesehen nicht so gedacht war.
Das darf aber nicht sein, bzw. wenn dies kurzfristig nicht veränderbar ist, da dies zu tief ins Programm eingreifen würde, muss sichergestellt werden, dass Konten, die als Erlöskonten in Buchungsgruppen aufgenommen werden, nicht für Zahlungeingänge verwendet werden können und umgekeht.
Das gleiche gilt vermutlich auch für Konten die als Aufwandskonten in Buchungsgruppen aufgenommen werden und damit nicht gleichzeitig für Zahlungsausgänge verwendet werden dürfen.
comment:6 Geändert vor 2 Jahren durch m.bunkus@…
- Meilenstein 3.0.0 gelöscht
- Priorität von hoch nach niedrig geändert
- Schweregrad von schwerwiegend nach normal geändert
kivitendo hat momentan nur und ausschließlich über den Kontentyp (AR_paid bzw. AP_paid) die Möglichkeit, Buchungen, die Zahlungsein- und -ausgängen entsprechen, auch als solche zu erkennen. Wenn ihr solche Konten auch als Forderungs-/Verbindlichkeitskonto nutzt, dann hat kivitendo keine Chance mehr, solche Buchungen klar auseinanderzuhalten.
Gerade auch bei bereits getätigten Buchungen! Sprich selbst, wenn wir das für die Zukunft umstellten, hätten wir keinerlei Möglichkeit, es für Fälle wie deinen sauber nachträglich auseinanderzudividieren.
In .de bucht man Zahlungen außerdem grundsätzlich nie direkt auf Forderungen/Verbindlichkeiten?, sondern die kommen ja irgendwie rein -- meist über Konten "Kasse" oder eines der Bankkonten. Und von dort dann gegen die Forderungen/Verbindlichkeiten?.
comment:7 als Antwort auf: ↑ 5 Geändert vor 2 Jahren durch grichardson@…
Replying to andreas.rudin@…:
Die Frage ist jetzt natürlich, ob es verboten sein sollte, dass Konten, die als Erlöskonten in eine Buchungsgruppe aufgenommen werden gleichzeitig als Buchungskonto für Zahlungseingänge verwendet werden können.
Ja, es sollte verboten sein. Die Gründe hat Moritz erklärt, es geht um das Auseinanderhalten von Zahlungen und nicht-Zahlungen. Deshalb gibt es jetzt auch die Option, dass bei einmal bebuchten Konten es nicht mehr möglich ist, die Häkchen zu z.B. Zahlungseingang/Zahlungsausgang? nachträglich an der Oberfläche zu ändern. Konfiguriert man den Mandanten von Anfang an falsch hat man allerdings keine Chance.
Ein möglicher technische Ansatz für die Zukunft wäre z.B. eine neue Tabelle payments anzulegen, die alle Zahlungen verlinkt, damit man nicht mehr auf den Wert in "link" angewiesen ist.

Dieser Bug ist keiner. Denn:
In offene Verbindlichkeiten werden für jeden Lieferanten Zwischensummen gebildet. Hat man z.B. zwei Lieferanten, denen man jeweils 10€ schuldet, erscheinen 4 Zeilen, mit jeweils 10€ und eine am Ende mit 20€.
In Einkauf-Berichte-Einkaufsrechnungen hingegen, wird nur eine Summe gebildet. Nämlich die Summe aller Rechnungen. Also 2 Zeilen mit jeweils 10€ und eine mit 20€.